Bauarbeiter
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Sonnenschutztag 2019 - Richtig schützen bei Arbeiten im Freien!

Wer häufig im Freien arbeitet, zum Beispiel im Bau- und Landwirtschaftsbereich, sollte sich unbedingt gegen die Sonne schützen. Denn zu viel UV-Strahlung kann nicht nur die Haut verbrennen, sondern auch zu hellem Hautkrebs führen. Aber wie schützt man sich effektiv bei der Arbeit?

Bekleidung – textiler Sonnenschutz (UPF)

Normale Baumwollhemden mit langen Ärmeln sind in unseren Breitengraden ausreichend. Wenn es heiß ist und bei schwerer körperlicher Arbeit sind Funktionsshirts mit UV-Schutz – wie man sie aus dem Sport kennt – wegen des besseren Feuchtigkeitstransport angenehmer. Eindeutig ist die Kostenübernahme bei Warnschutzshirts mit UV-Schutz durch den Arbeitgebenden zum Beispiel für Straßenbauarbeiter geregelt.

Kopfbedeckungen

Es muss ein umfassender UV-Schutz für den Kopfbereich sichergestellt werden. Das erreicht man beispielsweise durch Helmzubehör wie Nackentücher (mit UPF min. 30). Aktuell dürfen nur noch Helme nach EN 397-4 mit Nackentuch eingesetzt werden. Diese werden bei der BG BAU bezuschusst. Ergibt die Gefährdungsbeurteilung keinen Helmtragebedarf werden breitkrempige Hüte oder Basecaps mit Nackenschutz als UV-Schutz eingesetzt.

UV-Schutzbrillen

Sonnenbrillen sind bei starker UV-Strahlung oder reflektierenden Umfeld wie Wasser oder Metalldächer angebracht. Die Brillen müssen der EN 166+172 entsprechen und sollten eine Schutzstufe 5-2 und 5, graue Tönung und Seitenschutz haben.

Sonnencreme (LSF) als UV-Schutzmittel

UV-Schutzmittel sind als ergänzende Maßnahme für nicht-textil geschützte Bereiche, wie Hände und Unterarme sowie Gesicht und Hals einzusetzen. Diese personenbezogene Schutzmaßnahme muss vom Arbeitgebenden gestellt werden. Bei Sonnencremes sollte der Lichtschutzfaktor (LSF) min. 30, besser 50 haben. Darüber hinaus muss er schwitzfest sein und alle zwei Stunden aufgetragen werden.


Kontakt

VDSI-Mitglied

Dr. Michael Lange

Telefon: 0611-5828520

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