© Präventionskampagne kommmitmensch/Erik Schwarzer

Mit „blöden Ideen“ und innovativen Lösungen gemeinsam gegen Verkehrsunfälle

Zum heutigen Tag der Verkehrssicherheit, dem 15. Juni, rufen die Präventionskampagne „kommmitmensch“ und der VDSI – Verband für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz bei der Arbeit e.V. dazu auf, mehr Wert auf Sicherheit im Straßenverkehr zu legen. Verkehrsunfälle bei der Arbeit enden besonders häufig mit schweren Verletzungen oder dem Tod. Das geht aus einer Studie des Spitzenverbands der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen, der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), hervor. Auf Unfälle mit Fahrzeugen im Straßenverkehr entfallen danach zwei Fünftel der Unfalltoten und ein Fünftel der neuen Rentenfälle, die in der Studie untersucht wurden. Konkret waren dies über 343 Unfalltote und rund 2.456 neue Unfallrenten im Jahr 2017.

Anhand Ihrer beiden Aktionen ist es Ihr gemeinsames Ziel, sowohl auf bestehende Problematiken hinzuweisen, als auch zur Gestaltung innovativer Lösungen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr aufzurufen:

„Unterwegs – aber sicher!“ - VDSI und DVR suchen gute Ideen für betriebliche Verkehrssicherheit

Noch bis zum 30. Juni 2019 suchen der VDSI – Verband für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz bei der Arbeit und der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) innovative Praxisbeispiele, die das Unfallrisiko auf dem Arbeitsweg, Schulweg oder beim innerbetrieblichen Transport und Verkehr senken.

Der Wettbewerb soll für einen Wissenstransfer sorgen. „Viele Unternehmen führen sehr gute Projekte in der betrieblichen Verkehrssicherheitsarbeit durch, die sich auch auf andere Branchen oder Betriebe übertragen lassen. Allerdings sind diese Projekte in der Fachöffentlichkeit oft wenig bekannt. Gemeinsam mit dem DVR möchten wir eine Plattform schaffen, um den Erfahrungsaustausch zwischen den Fachleuten zu unterstützen“, so Prof. Dr. Rainer von Kiparski, Vorstandsvorsitzender des VDSI.

Die Gewinnerinnen und Gewinner der ersten drei Plätze erhalten Preisgelder von insgesamt 6.000 Euro. Außerdem werden unter allen Beiträgen zehn Fahrsicherheitstrainings verlost. Eine Jury, bestehend aus Fachleuten des VDSI und DVR sowie aus Industrie und Medien, wählt die Gewinnerbeiträge aus. Hier sind neben der Schutzwirkung auch Kriterien wie Nachhaltigkeit, Effizienz und Kreativität entscheidend. Die Siegerinnen und Sieger werden im Rahmen der A+A 2019 in Düsseldorf prämiert.

Unternehmen, Institutionen und Einzelpersonen können sich mit ihren Projekten unter www.vdsi-unterwegs-aber-sicher.de bewerben. Auf der Webseite gibt es weitere Informationen zum Wettbewerb sowie eine Übersicht der bisherigen Gewinnerprojekte.


Mit „blöden Ideen“ gegen Verkehrsunfälle – die neuen Motive der Präventionskampagne kommmitmensch

Im Rahmen ihrer Kampagne „kommmitmensch“ werben Berufsgenossenschaften und Unfallkassen gemeinsam mit ihren Partnern dafür, dem Thema Verkehrssicherheit mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Ziel ist, in den Unternehmen die Auseinandersetzung mit Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit und im Verkehr zu befördern und so das Bewusstsein für die Bedeutung von Prävention zu erhöhen. Zum Tag der Verkehrssicherheit am 15. Juni 2019 lanciert die Kampagne daher insbesondere in sozialen Medien neue Motive zu diesem Thema. Im Fokus steht dabei regelverletzendes Verhalten – oder umgangssprachlich „blöde Ideen“.

Unter www.kommmitmensch.de erhalten interessierte Betriebe und Personen Informationen, wo sie ansetzen können, um Unfallrisiken für ihre Beschäftigten zu senken. „Schwere Unfälle sind immer auch ein Signal dafür, dass Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit nicht den Stellenwert im Unternehmen haben, den sie verdienen“, sagt Gregor Doepke, VDSI Vorstand Ressort Kommunikation und Leiter der Kommunikation der DGUV. „Ziel unserer Kampagne ist es, das zu ändern. Wir stellen bewusst ‚blöde Ideen‘ – also regelverletzendes Verhalten – ins Zentrum unserer Kommunikation. Wir versprechen uns davon einen Überraschungseffekt, der dazu führt, dass man über den eigenen Umgang mit Sicherheit und Gesundheit nachdenkt. Im selben Atemzug fordern wir Beschäftigte und Führungskräfte dazu auf, es besser zu machen, und geben entsprechende Hinweise.“