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"Drohneneinsatz an Windenergieanlagen" - Die neue VDSI Information des Fachbereiches Erneuerbare Energie

Für Drohnen (international bezeichnet als Unmanned Aircraft System – UAS) und Flugmodelle gibt es zum aktuellen Zeitpunkt keine innerhalb der Europäischen Union (EU) gültige DrohnenEinsatzregelung. Die VDSI-Information 02/2019 beschreibt einen Leitfaden für den sicheren und tätigkeitsbezogenen Einsatz aus Sicht eines Drohnenpiloten, eines Unternehmers, eines Herstellers und eines Betreibers an einer WEA On-/Offshore (WEA). Sie bildet damit eine Standardvorlage für alle Einsatzbereiche an einer WEA.

Ziel ist eine einheitliche Regelung für Drohen in der gesamten EU zu schaffen. Hierzu erarbeitet eine Kommission der EASA (European Aviation Safety Agency) eine Gesetzesvorlage, die die Vorschriften und Regeln für den Drohnenbetrieb in der EU vereinheitlichen (harmonisieren) soll. Zum aktuellen Zeitpunkt hat jedes EU-Land noch seine eigenen Drohnen-Gesetze und Vorschriften, die sich in diversen Punkten unterscheiden. In diesem Leitfaden sind aus Sicht des VDSI die notwendigen Informationen für den sicheren Drohneneinsatz an WEA enthalten. Zusätzlich können weitere Vorgaben wie z.B. durch die Betreiber, Hersteller oder Eigentümer gefordert werden. 


Mit Hilfe dieser VDSI-Information soll ein einheitlicher Standard für den sicheren Drohneneinsatz an WEA On-/Offshore Anlagen geschaffen werden. Die genehmigende Behörde (zuständige Luftfahrtbehörde) erteilt bei Erfüllung der Voraussetzungen eine allgemeine Betriebserlaubnis zum Fliegen mit UAS an WEA. Für den Einsatz von Drohnen an WEA an besonderen Standorten (z.B. in der Nähe von Industrieanlagen oder Flugverbotszonen) sind gegebenenfalls Einzelaufstiegsgenehmigungen erforderlich. Voraussetzung für diese allgemeine Betriebserlaubnis ist die Teilnahme an einem zertifizierten Schulungssystem mit theoretischen und praktischen Anteilen im Bereich Drohnenflug, SORAGER (Specific Operational Risk Assessment Germany) und Arbeitsschutz- und Sicherheitsmanagement Windenergie (HSE-Management Wind). Aufgrund von Eigenbewertungen und Empfehlungen eines Zertifizierungsunternehmens erteilt die zuständige Luftfahrtbehörde eine befristete allgemeine Aufstiegsgenehmigung. Diese empfohlenen Standards sind zum größten Teil auch übertragbar in die Industriebranchen wie z.B. Energieversorgung (konventionelle / kerntechnische Erzeugung, Photovoltaik-Anlagen), Petrol- und Chemieindustrie… .

Die VDSI Information 01/2019 steht VDSI Mitgliedern ab sofort kostenfrei unter "Fachwissen > Publikationen" zum Download zur Verfügung.
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