Impfstoff
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Jetzt impfen lassen! Weil es uns allen hilft

Nach einer langen Zeit mit Restriktionen bringt der Frühling nun erste Lichtblicke. Durch das Testen sind viele Aktivitäten wieder möglich. Inzwischen stehen uns allen die Impfstoffe, wenn auch ggf. mit geraumer Wartezeit, zur Verfügung und wir können uns impfen lassen.

Lesen Sie hierzu einige Gedanken unserer Mitglieder:

„Ich lasse mich impfen, weil ich so - hoffentlich bald - wieder in den persönlichen Kontakt mit Familienmitgliedern, Freunden und Kollegen treten kann, ohne sie oder mich dem Risiko einer Infektion auszusetzen. Darüber hinaus trage ich damit zum Schutz meiner Mitmenschen bei, die sich aus verschieden Gründen nicht impfen lassen können - so wie meine Tochter, die noch zu jung ist oder eine schwangere Bekannte.“

Felix Jahn, 32 JahreSicherheitsingenieur, Leitungsmitglied der VDSI-Region Leipzig-Westsachsen
Felix Jahn, Impfen - rund & grün
Ulrich Welzel, Impfen

"Ich habe mich impfen lassen, weil ich sowohl meine Familie, meine Kolleginnen und Kollegen wie auch meine Kunden schützen möchte. Letzteres gilt gerade im Zusammenhang mit den Notfalleinsätzen in Unternehmen wo trotz aller Abstandsregeln in der Situation der Mindestabstand nicht immer eingehalten werden kann.
Als langjähriges VDSI-Mitglied liegt mir der Erhalt der Gesundheit sehr am Herzen. Wenn zwei kleine Pieks zur Gesunderhaltung aller beitragen können dann ist die Antwort klar."

Ulrich WelzelTrauma am Arbeitsplatz – Psychosoziale Notfallversorgung in Unternehmen

"Ich lasse mich impfen, weil ich einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der Corona Pandemie leisten möchte, denn nur wenn viele Menschen sich impfen lassen, können wir eine Herdenimmunität erreichen. Damit kann ich mich und andere schützen, die sich eventuell nicht impfen lassen können.
Da ich in einem Krankenhaus arbeite und gesehen habe, wie das Virus den Menschen zerstören kann und man häufig machtlos daneben steht, hatte ich auch Angst mich anzustecken oder eventuell das Virus weiterzutragen. Das und der fehlende Kontakt mit der Familie und Freunden und haben mich psychisch belastet.
Ganz besonders wichtig ist es, jetzt endlich wieder angstfrei meine Mutter, die 80 Jahre alt ist und meinen Schwiegervater, der 92 Jahre alt ist zu besuchen, denn der Abstand tat uns allen sehr weh."

Katrin SanderFachkraft für Arbeitssicherheit, Stellvertretende Leiterin VDSI-Fachbereich Kliniken
Katrin Sander, Impfen
Michael Birkhorst, Impfen

„Ich lasse mich impfen, weil ich dadurch andere und mich selbst schützen kann. Je mehr sich impfen lassen, umso eher gibt es eine Rückkehr in den „neuen“ Alltag. Jeder von uns sollte dankbar sein, dass so schnell Impfstoffe gegen Covid-19 entwickelt werden konnten. Eine der wichtigsten Errungenschaften der Medizin nicht zu nutzen, käme für mich jedenfalls nicht in Frage.“

Michael Birkhorst, 43 JahreLeitende Fachkraft für Arbeitssicherheit der Landeshauptstadt München, Leiter des VDSI-Fachbereichs Öffentlicher Dienst

Lassen Sie sich impfen!

Ein Standpunkt zu aktuell stattfindenden Impfkampagne in Deutschland von Vorstandsmitglied Michael Kloth

Im Infektionsgeschehen stehen wir in Deutschland im Vergleich zu Nachbarstaaten recht gut da. Die Infektionszahlen sinken dramatisch, was nicht weiter verwundert, denn was exponentiell steigt, das fällt dann auch wieder exponentiell. Dazu tragen die bekannten nicht-pharmazeutischen Interventionen bei, also Abstand halten, Hygiene betreiben, im Alltag Maske tragen und Lüften. Hinzu kommen die Maßnahmen, die in den Betrieben umgesetzt sind, wie sie in SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard und -regel, der Corona-ArbSchV, den Landes-Corona-Verordnungen und den Umsetzungshilfen der UVtr beschrieben sind.  

Und nun kommt das Impfen hinzu. Nach allem, was wir derzeit wissen, sind Impfungen der beste Schutz vor schweren Verläufen von Covid-19-Erkrankungen. Darüber hinaus bieten die Impfungen aber auch offensichtlich einen gewissen Infektionsschutz. Als Geimpfter kann ich einerseits wohl weniger Personen anstecken als als Ungeimpfter und andererseits kann ich mich selbst nicht so schnell infizieren.  

Allerdings müssen die AHA+L-Regeln weiterhin beachtet werden, weil es eben keinen 100 %igen Schutz vor einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus gibt. Zudem sind noch nicht alle Bürgerinnen und Bürger geimpft. Ein Geimpfter gefährdet andere nicht mehr in dem Maße wie ein nicht-Geimpfter. Grundrechtseinschränkungen lassen sich daher für Geimpfte auch nicht mehr im bisherigen Umfang rechtfertigen. Die Politik reagiert hierauf entsprechend.  

Eine allgemeine Impfpflicht haben wir in Deutschland nicht, was auch gut so ist. Und ich meine, was impfpräventabel ist, sollte auch geimpft werden, sofern keine medizinischen oder religiösen Einwände dagegen bestehen. Die Chance auf einen schweren oder gar tödlichen Impfschaden liegt im ppm-Bereich (wenige Fälle je 1 Million Impfungen). Die Chance, schwer oder tödlich an Covid-19 zu erkranken, liegt rund einen Faktor tausend höher (einige Fälle je 1000 Einwohner). Bei diesen Zahlen lasse ich mich natürlich impfen!  


Welcher Impfstoff mir verabreicht wird, ist letztlich unerheblich. Unter dem Strich sind die Wirksamkeiten vergleichbar. Es ist keiner besser oder schlechter, auch wenn es die zum Teil desaströse Kommunikation politisch Verantwortlicher vermuten lässt.  

Aus all meinen Erfahrungen mit Infektionsgeschehen kann ich jedem nur eines empfehlen, wenn Sie sich, Ihren Lieben und der Gemeinschaft etwas Gutes tun wollen: Lassen Sie sich impfen!  
Durch wen - Impfzentrum, Haus- oder Facharzt oder Betriebsarzt - ist letztlich egal. Nur durch Impfungen können wir das Virus besiegen. Bei anderen Viren funktioniert es auch.  

Bleiben Sie unverzagt und gesund.  
Herzlichst
Ihr Michael Kloth